Der 12. September ist der Welt-Erste-Hilfe-Tag. Daran erinnert das Rote Kreuz auch in diesem Jahr und betont, wie wichtig diese Kompetenz ist – in jedem Alter. Das DRK legt daher in diesem Jahr den Schwerpunkt besonders auf die Bedeutung der Befähigung auch der Kleinsten. Ein Ansatz, der in Gelsenkirchen bereits erfolgreich praktiziert wird. In den eigenen Kitas lernen die Kinder einfache Aspekte der Ersten Hilfe kennen. Aber auch darüber hinaus vermitteln die Mitarbeitenden des Kreisverbandes diese wichtigen Kompetenzen an junge Menschen im Stadtgebiet.
Im Notfall wissen, was zu tun ist, sich richtig zu verhalten, das hilft nicht nur jenen, die Hilfe benötigen. Es stärkt auch jedes einzelne Kind, vermittelt Sicherheit und Selbstbewusstsein. In den Kindertagesstätten des Roten Kreuzes bedeutet das ganz konkret: Im Rahmen eines Projektes werden hier kleine Ersthelfer ausgebildet, die sogenannte „Pflasterpatrouille“. Zukünftige Schulkinder lernen dabei in fünf „Missionen“ Helfer-Kompetenzen vom Pflasterkleben bis zum Absetzen eines Notrufes. „Dies verbindet die Kernkompetenzen des Roten Kreuzes, Helfen, Schutz und Gemeinschaft, mit moderner frühkindlicher Pädagogik“, so Michael Mrowietz vom DRK Gelsenkirchen, der zu den Terminen immer ein kindgerechtes Notfallset zum Üben dabei hat – bunte Pflaster inklusive. Zudem lernen die Kinder aber auch in ganz jungen Jahren, wie man einen Notruf absetzt und insbesondere, wie man sich die Nummer merkt. Dabei sei die ja kinderleicht, sagt Kreisgeschäftsführer Johannes Heinrich und wiederholt den prägnanten Merksatz: „Ein Mund, eine Nase und zwei Augen.“
„Pflasterpatrouille“ auch in der Grundschule
Weil man nur das wirklich verinnerlicht, was man regelmäßig wiederholt, knüpft ein zweiter Ausbildungslehrgang des DRK Gelsenkirchen daran an: Die Mitarbeitenden gehen, wo Interesse besteht, auch an Grundschulen. Das Angebot ist noch recht neu. In diesem Frühjahr fand das Pilotprojekt an der Grundschule an der Erler Heistraße statt. Auch hierbei besuchen die Rotkreuzler die Kinder mehrfach, gehen mit ihnen spielerisch die Lektionen durch. Das Besondere: Es gibt einen Abschlusstag, an welchem alles Erlernte in Rollenspielen noch einmal wiederholt wird. Danach erhalten die Kleinen ein Zertifikat, welches ihnen die Teilnahme am nächsten Level der „Pflasterpatrouille“ bescheinigt.
Derartige Projekte fördern nicht nur die Kompetenzen der Kinder im Bereich der Ersten Hilfe, sie schärfen auch ihre Wahrnehmung und fördern das soziale Verhalten. Denn sie sind besser in der Lage zu erkennen, ob jemand Hilfe benötigt und trauen sich, diese auch anzubieten, sich aktiv einzubringen – ganz im Sinne der Grundwerte des Roten Kreuzes.
