Cool tanzende Rettungssanitäter, wo gibt es das denn? Auf jedem Fall demnächst in den Social-Media-Kanälen des DRK Gelsenkirchen. Jenes möchte seine Präsenz auf allen Plattformen demnächst intensiver bespielen – immer mit anderen Schwerpunkten und immer dem Alter und den Interessen der jeweiligen Nutzer angepasst. „Wir wollen unsere Mitgliederinnen und Mitglieder dort abholen, wo sie sind und natürlich auch gern neue gewinnen. Dafür müssen wir in allen Bereichen unsere Sichtbarkeit steigern“, sagt Michael Mrowietz vom DRK Gelsenkirchen.
Deswegen wird heute gedreht, was das Zeug hält. Bei schönsten Frühlingswetter verwandelt sich das Areal des DRK Gelsenkirchen am Katastrophenschutzzentrum in eine Filmkulisse. Zuweilen entstehen hier sogar zwei Videos gleichzeitig. Die Hauptdarsteller in den Clips sind die des täglichen Lebens: Mitarbeitende des Roten Kreuzes, die sich in ihrer Freizeit in den Dienst der Gesellschaft stellen, die sich einbringen, um anderen zu helfen. Sonst nimmt man sie kaum wahr. Heute stehen sie im Mittelpunkt der humorvollen Kurz-Videos. „Auf diese Weise möchten wir den Menschen unsere Arbeit vorstellen und zeigen, dass wir Spaß daran haben“, sagt Irem Kaya, die gerade eine der Regisseurinnen und zugleich Kamerafrau ist.
Präsenz auf TikTok gestartet
In diesen Tagen hat das DRK Gelsenkirchen eine Präsenz auf TikTok gestartet. Accounts auf Instagram und Facebook betreibt man schon länger. Erstere Plattform spricht vor allem Nutzer im Alter zwischen 18 und 35 Jahren an, über Facebook erreicht man beinahe alle Altersgruppen, auch die sogenannten „Silver Surfer“, also die Altersgruppe 60plus. Je nach Zielgruppe werden die Inhalte angepasst. So geht es hier vielfach um die Einsatzbereiche der ehrenamtlichen Arbeit. In interaktiven Angeboten werden auch Fragen der Follower beantwortet. So wie kürzlich, als man in der Arena zu Gast war und die Einsatzleitung des DRK Fragen der Menschen live vor Ort via Instagram beantwortete.
Alle, die heute mitarbeiten, die Darstellerinnen und Darsteller ebenso wie die Filmenden, die mit Handys, Kameras, Action-Cams und sogar Drohnen im Einsatz sind, tun dies in ihrer Freizeit. „Ich fand die Idee toll, einen solchen Drehtag zu veranstalten“, ist Daria begeistert. „So können wir viele Menschen für das DRK begeistern“, sagt die junge Frau, die sich vor einem Jahr selbst hat begeistern lassen für das Ehrenamt beim Roten Kreuz. Jetzt für die Hilfsorganisation im wahrsten Sinne des Wortes Gesicht zu zeigen, das macht sie beinahe ein bisschen stolz. Gleichzeitig spürt man, solche Clips zu drehen, das ist für sie ganz normal. Anders ist es bei Sven. Er ist schon lange im Dienst der guten Sache unterwegs, bislang jedoch ausschließlich in der realen Welt. „Ich kenne das gar nicht, war noch nie Darsteller in einem Video“, erzählt er und verrät, dass er gleich einer derer ist, die vor der Kamera ein Tänzchen wagen. Obwohl er nicht tanzen könne, meint er lachend. „Aber ich fühle mich hier beim DRK Gelsenkirchen so wohl, dass ich das auch anderen zeigen und vermitteln will.“
Spontacts-Präsenz rundet die neuen Aktivitäten ab
Das freut Michael Mrowietz, der den Nutzern der Sozialen Netzwerke die verschiedenen Arbeitsbereiche des DRK, vom Sanitätsdienst über den Menü-Service bis hin zum Hausnotruf, näher bringen möchte, vor allem aber das Gefühl, das alle hier verbindet: gut aufgehoben zu sein in einer wertebasierten Gemeinschaft, die sich für andere sowie füreinander einsetzt. „Dafür werden wir demnächst auch einen Kanal bei Twitch betreiben – als einer der ersten Kreisverbände in ganz Deutschland. Darüber haben wir die Möglichkeit, feste Angebote zu streamen. Wir arbeiten aber ebenso daran, unseren Mitgliedern hier eine Plattform zu bieten für ihre eigenen kulturellen Inhalte, vom Poetry-Slam bis hin zur Talkshow.“ Eine Präsenz bei der kostenlosen Freizeit-Plattform und App Spontacts rundet die neuen Aktivitäten ab. Hierüber kann man Menschen erreichen, die recht spontan ein gemeinschaftliches Angebot in der realen Welt suchen.
Es ist richtig viel los am Set. Hier jagt eine Drohne über den Platz, dort wartet ein Darsteller auf dem Dach eines Rettungswagens sitzend auf seinen großen Auftritt im kleinen Video. Was heute alles gefilmt wird, das soll in den kommenden Wochen sukzessive veröffentlicht werden. Erste veröffentlichte Clips geben den Initiatoren recht und erreichten bereits viele tausend Menschen. Die Kurzvideos jedoch sind kein Selbstzweck, sondern sollen eine Brücke schlagen und künftig Kontakte in der realen Welt ermöglichen. Zum Beispiel dann, wenn das DRK Gelsenkirchen im Sommer zum Spotter-Day einlädt. Interessierte also kommen und sich einmal die Einsatzfahrzeuge aus der Nähe anschauen können. Sie dürfen dann ihrerseits natürlich gern Fotos und Videos posten und das Netz weiterknüpfen, damit immer mehr Menschen von den vielen tollen Angeboten des Roten Kreuzes in Gelsenkirchen erfahren.


