· Pressemitteilung

Aus Stadtteiltreff wird Quartierszentrum: DRK baut Engagement in Schalke-Nord aus

Das DRK Gelsenkirchen stärkt seine quartiersbezogene Arbeit in Schalke-Nord. Mit dem Quartierszentrum Henry's, verstärkter Streetwork, neuen Bewegungsangeboten und einer gezielten Förderung des Ehrenamtes soll das Miteinander im Stadtteil weiter gestärkt werden.

Seit mehr als 50 Jahren ist das Deutsche Rote Kreuz in Schalke-Nord verankert. Mit seiner Kreisgeschäftsstelle gehört der Verband seit Jahrzehnten zum Stadtbild. Vor fünf Jahren kam mit dem Henry's an der Kurt-Schumacher-Straße ein zentraler Treffpunkt für Begegnung, Beratung und nachbarschaftliches Miteinander hinzu. Nun folgt der nächste Schritt: Aus dem Stadtteiltreff wird das Quartierszentrum Henry's.

Die Weiterentwicklung erfolgt im Rahmen der Ausweitung des integrativen Ansatzes der Stadt Gelsenkirchen auf Schalke-Nord. Oberbürgermeisterin Andrea Henze betont, dass sich die Zusammenarbeit verschiedener Akteure bereits in anderen Stadtteilen bewährt habe und nun auch in Schalke-Nord zum Einsatz kommen soll, um den sozialen Frieden zu stärken und die Lebensqualität zu verbessern. 

Für das DRK steht dabei vor allem die Arbeit mit den Menschen im Mittelpunkt. Ziel ist es, Bewohnerinnen und Bewohner stärker miteinander zu vernetzen, Begegnungen zu schaffen und Menschen für ehrenamtliches Engagement zu gewinnen. Denn lebendige Quartiere entstehen dort, wo Menschen Verantwortung füreinander übernehmen und sich aktiv einbringen können.

Das neue Quartierszentrum Henry's soll hierfür ein offener Ort für alle Generationen und Kulturen sein. Neben Beratungs- und Begegnungsangeboten werden dort künftig verstärkt Möglichkeiten geschaffen, sich ehrenamtlich einzubringen und eigene Ideen für den Stadtteil umzusetzen.

Auch die Präsenz im öffentlichen Raum wird ausgebaut. Zunehmend werden Streetworker im Stadtteil unterwegs sein, um Kontakte zu knüpfen, Bedarfe frühzeitig zu erkennen und Menschen bei Bedarf an passende Unterstützungsangebote heranzuführen. Gleichzeitig sollen die Sport- und Bewegungsangebote des DRK weiterentwickelt werden. Übungsleiterinnen und Übungsleiter werden die Nutzung von Sportflächen und Bewegungsangeboten sukzessive intensiver begleiten und damit zusätzliche Möglichkeiten für Begegnung und Teilhabe schaffen.

Neben den persönlichen Angeboten vor Ort wird das DRK auch seine digitalen Unterstützungsangebote gezielt in Schalke-Nord einbringen. Mit RealTalk steht jungen Menschen ein digitales Peer-Beratungsangebot zur Verfügung, das niedrigschwellige Unterstützung und den Austausch mit geschulten Beraterinnen und Beratern ermöglicht. Ergänzend soll das digitale Beratungsangebot mbeon stärker im Quartier verankert werden. Als Ergänzung zur Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte bietet die App einen unkomplizierten, mehrsprachigen und datenschutzkonformen Zugang zu Informationen und Beratung direkt per Smartphone.

Durch die Verknüpfung von aufsuchender Arbeit, Quartiersarbeit, persönlicher Beratung und digitalen Angeboten schafft das DRK verschiedene Zugänge zu Unterstützung und Teilhabe für die Menschen in Schalke-Nord.

Uwe Gerwin, Leiter des Referats Zuwanderung und Integration der Stadt Gelsenkirchen, verweist auf die positiven Erfahrungen aus den bisherigen Projektgebieten. Dort habe der integrative Ansatz gezeigt, dass durch die enge Zusammenarbeit von Sozialarbeit, Konfliktmanagement, Jugendarbeit und weiteren Partnern nachhaltige Verbesserungen im Zusammenleben erreicht werden können. 

Mit dem Quartierszentrum Henry's unterstreicht das DRK seinen Anspruch, Schalke-Nord langfristig mitzugestalten. Dabei geht es nicht allein darum, Konflikte zu reduzieren. Es geht darum, Nachbarschaften zu stärken, Menschen zusammenzubringen und Räume zu schaffen, in denen gesellschaftlicher Zusammenhalt wachsen kann. Als fest im Stadtteil verwurzelter Verband möchte das DRK gemeinsam mit den Menschen vor Ort die Zukunft von Schalke-Nord aktiv gestalten.