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Auftakt gelungen: Ein Jahr DRK-Quartiersarbeit in Scholven

Das Rote Kreuz unterstützte das große Straßenfest in Bülse der örtlichen Siedlergemeinschaft und machte deutlich, im Stadtnorden ist man angekommen

Kleine Kinder rollen fröhlich mit den knallroten Bobbycars des DRK Gelsenkirchen über die gesperrte Lemgoer Straße in Bülse. Gleich daneben können sie sich im Bogenschießen ausprobieren oder sich um die Ecke in der Hüpfburg austoben. Beide Angebote stammen ebenfalls vom Roten Kreuz, das mit der Eröffnung des „Dunants“ an der Bülsestraße vor rund einem Jahr ein fester Bestandteil geworden ist im Leben der Menschen im Quartier.

Michael Mrowietz, Fachbereichsleiter beim DRK Gelsenkirchen, freut das sehr. „Im Rahmen unserer Quartiersarbeit unterstützen wir dieses Fest der Siedlergemeinschaft Buer-Bülse als Mitveranstalter und bringen unsere Ressourcen ein.“ Das gilt nicht nur für die Spielangebote. Auch Pavillons und Bierzeltgarnituren hat das Rote Kreuz beigesteuert. „Das spart für die Siedlergemeinschaft enorm Kosten.“ Und somit profitieren alle: Die Menschen am Ort, die so auf viel einfachere Weise ein Fest feiern können, welches den Zusammenhalt im Stadtteil fördert, und das DRK, das sich einmal mehr den Menschen vorstellen kann – als echter Partner im Lebensraum. „Dadurch werden wir sichtbar als einziger derart aktiver Wohlfahrtsverband in Scholven und Bülse. Wir zeigen, wir sind mit vielen ganz unterschiedlichen Angeboten präsent“, so Michael Mrowietz.

Das Dunant’s wird gut angenommen

Das erste Jahr, erzählt er, der diese Zeit zum großen Teil im Büro an der Bülsestraße verbracht hat, sei überaus erfolgreich gewesen. „Alle unsere Projekte werden gut angenommen. Wir bekommen nur positive Rückmeldungen. Das zeigt, dass sich der Einsatz lohnt!“ Mehr noch: „Hier ist der Stadtteil, wo wir am meisten gefestigt sind in unserer Quartiersarbeit, wo unser Büro am intensivsten genutzt wird.“ Und das nicht nur durch die eigenen Angebote, unterstreicht Oskar Hey, 2. Vorsitzender der Siedlergemeinschaft Buer-Bülse und Organisator des großen Straßenfestes. „Ich habe letztes Jahr gesehen, dass das DRK hier ein Büro eröffnet hat. Und weil es keine Räumlichkeiten mehr gibt, die wir für unsere Treffen nutzen können, bin ich dort einfach hingegangen und habe gefragt, ob wir unsere Sitzungen im Dunants abhalten können. Ich wurde mit offenen Armen empfangen“; ist der Ehrenamtler froh, im Roten Kreuz einen verlässlichen Partner gefunden zu haben.

„Während der Vorbereitungen für dieses Fest fragte mich Michael Mrowietz, ob wir noch etwas brauchen. Als ich sah, was das DRK alles beisteuern kann, war ich beinahe sprachlos. Das haben wir gerne angenommen“, erzählt er und unterstreicht, wie wichtig solch ein Fest für die Gemeinschaft am Ort ist. Weil es Feiernde zusammenbringt. Und auch Mitarbeitende. „Das Fest findet alle zwei Jahre statt und rotiert im Stadtteil. Es gibt vier mögliche Veranstaltungsorte. Die Veranstaltung, so wie sie heute ist, findet also erst in acht Jahren wieder statt.“ Anders gehe es auch nicht. Denn die Anwohnenden an den jeweiligen Austragungsorten müssen mit anpacken. Gemeinsam. „An der Lemgoer Straße, der Barntruper Straße und der Detmolder Straße gibt es einige Menschen, die neu zugezogen sind.“ Sie seien durch die Vorbereitungen nun für alle schon zu guten Bekannten geworden.

Ein guter Tag für die Gemeinschaft am Ort

Gleich, am Nachmittag, wandelt sich das Fest zum ersten mal. Die Spiele werden gerade abgebaut. Alina Nechepurenko räumt die Malutensilien zusammen. Die DRK-Mitarbeiterin hat am Stand der Kinderschutzallianz, unterstützt durch zwei ehrenamtliche Helferinnen, mit den kleinen Gästen gemalt. Die Motive: Hund Basko, plüschiger Botschafter für den Kinderschutz, und Tröstepferd Milli. „Das Tolle ist, viele Kinder kennen Basko mittlerweile, kommen zu mir und sagen, er war bei uns in der Schule. Und wer Basko noch nicht kannte, dem haben wir von ihm erzählt.“ Gleichsam wurde natürlich das noch neue Pferdchen Milli vorgestellt, das den Kleinen bei Verletzungen tröstend beistehen soll und künftig Eingang findet in die Erste Hilfe am Kind. „Unser Stand war während der ganzen Zeit übervoll“, sagt Alina Nechepurenko.

Jetzt gleich findet, begleitet durch „Pottklang-Music“ mitten auf der Straße eine Kinderdisco statt. Und im Anschluss daran dürfen dann die Erwachsenen den Abend ausklingen lassen. Es ist ein guter Tag für die Gemeinschaft der Menschen in Scholven und Bülse, da sind sich Oskar Hey und Michael Mrowietz einig. Zumal, so der DRK Mitarbeiter, die Freizeitangebote hier rar sind. Insbesondere für junge Menschen. Allen Generationen mehr Raum zu geben für ein gutes Miteinander, das hat sich das Rote Kreuz vor einem Jahr bei der Intensivierung des sozialen Arbeit im Ortsteil vorgenommen. Das heutige Fest ist nur ein Beispiel von vielen dafür, dass das richtig gut gelungen ist.