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Erläuterungen

Taktisches Zeichen: Einsatzeinheit
Taktisches Zeichen: Einsatzeinheit DRK
Personalstärke
typische Stärkemeldung


Führer 
Zugführer, Arzt
Unterführer
Gruppen-, Truppführer
Sprich
Stärke: zwo, zehn, einundzwanzig - Gesamt: dreiunddreißig

Einsatzeinheiten

Was ist eine Einsatzeinheit

Foto: Einsatzeinheit NRW DRK

Durch die multifunktionale Struktur der Einsatzeinheit mit ihrer Ausstattung und der Ausbildung des Personals ist das DRK jederzeit in der Lage, den Rettungsdienst bei der Versorgung von Verletzten und Kranken wirkungsvoll zu unterstützen, zu ergänzen und ggf. abzulösen. Die von einem Schadensereignis betroffenen, aber unverletzten Menschen werden betreut und versorgt. Je nach Schadenlage unterstützen sich die Sanitäts- und Betreuungsgruppe gegenseitig bei der Aufgabenerfüllung.

Da der Rettungsdienst prinzipiell (entsprechend der DIN) für den individuellen Notfall ausgestattet ist, reicht die Ausstattung eines RTW oder KTW in der Regel nur für die Versorgung eines Notfallpatienten aus. Insbesondere mangelt es bei einem Massenanfall von Verletzten an Material, wie Tragen, Decken, Infusionen, Medikamenten, Ruhigstellungsmaterial und Sauerstoff. Außerdem verfügt der Rettungsdienst über keinerlei Möglichkeiten, bei schlechter Witterung z.B. einen überdachten Verbandplatz (Zelt) oder bei Dunkelheit Beleuchtung zu schaffen. Die Einsatzeinheit schließt diese Versorgungslücke.

Stärke 2 / 10 / 21 / 33

Führungstrupp

Foto: KdoW
Taktisches Zeichen: Kommandowagen DRK

Der Führungstrupp (Zugtrupp) führt die DRK-Einsatzeinheit sowohl bei Sanitäts-, als auch bei Betreuungseinsätzen. Dem Führungstrupp gehören neben dem Zugführer (ZF) und seinem Stellvertreter (stv. ZF) zwei Führungshelfer für den Bereich der Kommunikation (Sprechfunk usw.) an. Zugführer und stellvertretender Zugführer sollten unterschiedliche Fachdienstausbildung haben (z.B. Zugführer Betreuungsdienst, stv. Zugführer Sanitätsdienst)

Stärke 1 / 1 / 2 / 4

Sanitätsgruppe

Foto: Sanitätsgruppe

Die Personalstärke und die Ausstattung der Sanitätsgruppe der Einsatzeinheit ist für die Versorgung von 20 Verletzten ausgelegt. In Zusammenarbeit mit einem Notarzt des Rettungsdienstes, zwei RTW- und einer KTW-Besatzung versorgen, der Arzt und die neun Helfer der Sanitätsgruppe der Einsatzeinheit:

  • 2 - 3 schwerverletzte Personen (Behandlungspriorität mit anschließender Transportpriorität, u.a. Infusions- und Intubationstherapie) und
  • 4 - 5 mittelschwer verletzte Personen (Behandlungspriorität aber keine Transportpriorität) und
  • 12 leichtverletzte Personen (keine  Behandlungs- und Transportpriorität).

• Arzttrupp/ GW San (1 / 2 / 3 / 6)
• Transporttrupp I (0 / 1 / 1 / 2)
• Transporttrupp II (0 / 1 / 1 / 2)
Stärke 1 / 4 / 5 / 10

Betreuungsgruppe

Foto: Betreuungsgruppe
8-73-1
Foto: Betreuungsgruppe
8-73-2

Die Betreuungsgruppe ist so ausgelegt, dass durch sie allein ca. 100 betreuungsbedürftige Personen versorgt und betreut werden können.

Sind aufgrund des Schadensereignisses und der Situation an der Einsatzstelle überwiegend Betreuungsaufgaben zu erfüllen, werden diese von der gesamten Einsatzeinheit durchgeführt. Die gesamte Einsatzeinheit kann bis zu 500 Personen, je nach notwendiger Betreuungsintensität, unterbringen, verpflegen und sozial betreuen.

• Trupp soziale Betreuung (0 / 2 / 4 / 6 )
• Trupp Unterkunft (0 / 1 / 5 / 6 )
• Verpflegungstrupp (0 / 1 / 2 / 3 )
Stärke 0 / 4 / 11 / 15

Foto: Betreuungsgruppe
8-74-2
Foto: Betreuungsgruppe
GE 8041

Trupp Technik Sicherheit

Foto: Trupp Technik & Sicherheit

Die Gruppe Technik und Sicherheit gewährleistet die technische Unterstützung der Sanitätsdienst- und Betreuungsgruppen und übernimmt die sicherheitstechnische Absicherung der gesamten Einheit im Einsatz ggf. in Abstimmung mit anderen Organisationen, z.B. Feuerwehr oder Technisches Hilfswerk (THW).

Stärke 0 / 1 / 3 / 4

SEG (Schnelleinsatzgruppe)

Foto: Schnelleinsatzgruppe
Foto: Schnelleinsatzgruppe

Was ist eine Schnelleinsatzgruppe? Unter einer Schnelleinsatzgruppe - abgekürzt SEG - versteht man eine Gruppe aus medizinisch und / oder technisch ausgebildeten Einsatzkräften. Diese Gruppen unterstützen den Rettungsdienst bei größeren Schadensfällen und bei einem Massenanfall von Verletzten und schließen dabei die Lücke zwischen Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Die Notwendigkeit ergab sich aus der Struktur des Rettungsdienstes. Der Rettungsdienst ist primär auf Individualnotfälle ausgerichtet, bei größeren Schadensfällen ist bis in die frühen 90ziger Jahre oftmals eine Versorgungslücke aufgetreten, da Einheiten des Katastrophenschutzes für die Rettungsdienstunterstützung zu groß und träge waren. Ab ca. 1988 wurden in Deutschland daher oftmals aus den Katastrophenschutzverbänden kleine flexible Einheiten gebildet, welche in der Lage sind, den Rettungsdienst Tag und Nacht schnell und effektiv zu unterstützen: die Schnelleinsatzgruppen der Neuzeit waren gegründet.

Die SEG besteht aus dem Führungstrupp, der Sanitätsgruppe und dem Trupp Technik & Sicherheit

Stärke 2 / 6 / 10 / 18